Impuls für Montag, 24. März 2025

Losung
Es ist der HERR; er tue, was ihm wohlgefällt.
1. Samuel 3, 18

Lehrtext
Spricht Jesus zu ihnen: Kommt und haltet das Mahl! Niemand aber unter den Jüngern wagte, ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten: Es ist der Herr.
Johannes 21, 12

Impuls für den Tag
Gott, deine Stimme ist leise, zu leise. Ich kann sie kaum hören zwischen all dem Stimmengewirr, den unzähligen Geräuschen um mich herum. Manchmal will ich dich auch gar nicht hören. Das nimmt mir nur die Zeit, von der ich schon so wenig habe. Ich will mich nicht auch noch mit dir auseinandersetzen müssen. Es gibt genügend Menschen und Probleme mit denen ich das ständig tun muss. Ich will Entscheidungen treffen – schnell, klar. Das Leben hält nicht an. Manchmal wünsche ich mir aber auch, du würdest deine Stimme erheben, laut und mächtig. Du würdest dem Unheil dieser Welt und manchem Zeitgenossen Einhalt gebieten. Deine Welt ist verrückt geworden. Sie fordert zuviel.
Manchmal möchte ich dich deutlicher hören, für mich, nur für mich. So wie die Stimme der Eltern, des Partners oder eines guten Freundes der oder die sagt: „Es ist gut, es wird gut. Beruhige dich“.
Manchmal suche ich mir dann Orte, an denen ich ganz allein mit dir bin, auf der Wiese hinter meinem Haus, unter der Kastanie auf dem Friedhof. Lauter höre ich deine Stimme auch hier nicht. Aber vielleicht sprichst du ja ganz anders als gedacht. Stärkst mich auf deine Weise. Dann kann ich meinen Weg weitergehen, mit neuer Kraft.

Bezirkskatechetin Angelika Schaffrin, Marbach

Impuls für Sonntag, 23. März 2025

Losung
Ich will des Morgens rühmen deine Güte; denn du bist mir Schutz und Zuflucht in meiner Not.
Psalm 59,17

Lehrtext
Paulus schreibt: Gottes Hilfe habe ich erfahren bis zum heutigen Tag und stehe nun hier und bin sein Zeuge bei Klein und Groß.
Apostelgeschichte 26,22

Impuls für den Tag
Du großer, guter und reicher Gott, hilf mir, tagtäglich all’ das Gute zu sehen, das mir zuteil wird. Öffne meine Augen dafür: Alles kommt letztlich von Dir und will mich stets auf Dich hinweisen. Erfülle mich doch mit Dankbarkeit dafür!
Führe mich durch die Versuchung, in Unzufrieden-
heit einzustimmen, oft das zu sehen, woran es mir scheinbar mangelt, neidisch auf andere, denen es vermeintlich besser geht. Schenk’ mir die Zufrie-
denheit, die zum Frieden führt – in mir, um mich herum und in aller Welt. Gib’ mir ein weiches Herz, löse meine verkrampften Hände, dass ich nicht eisern festhalten und mich abschotten will: Öffne mich dafür, wie mein Glück mit dem aller zusam-
menhängt. Du Quell der Liebe, hilf, mich selbst liebevoll anzunehmen und dann auch all’ die Menschen, denen ich begegnen darf, die mir an-
vertraut sind: Deine Liebe möge uns verwandeln in aller Lieblosigkeit. Du starker Gott, gib’ mir Mut auf meinem Weg durch alle Mutlosigkeit, immer wieder neu anzufangen mit Dir. Schenke Deinen verän-
dernden Geist: Fang damit bei mir an, dass ich durch mein Dasein zeuge von Dir, dem wunder-
baren unermesslichen Gott.
Amen.

Friedemann Neef, Roßwein

Impuls für Samstag, 22. März 2025

Losung
Es kommt die Zeit, da werde ich meinen Geist ausgießen über alle Menschen.
Joel 3, 1

Lehrtext
Petrus sprach: Jesus ist nun zur Rechten Gottes erhöht und hat vom Vater die verheißene Gabe, den heiligen Geist, empfangen, den er jetzt ausgegossen hat, wie ihr seht und hört.
Apostelgeschichte 2, 33

Impuls für den Tag
„Enthusiasmus vergleich ich gern
Der Auster, meine lieben Herrn,
Die, wenn ihr sie nicht frisch genoßt,
Wahrhaftig ist eine schlechte Kost.
Begeistrung ist keine Heringsware,
Die man einpökelt auf einige Jahre.“
Heute, vor 193 Jahren, starb J.W. von Goethe, von dem diese Zeilen mit dem Titel „Frisches Ei, gutes Ei“ stammen. Und es mag wohl auch auf den Geist zutreffen, den Gott ausgießt, dass er frisch genossen sein will. Wenn das gelingt, dann könnten die Folgen sein, wie Goethe im März 1816 im Gedicht „Prooemion“ beschreibt:
„[…] In Seinem Namen, der den Glauben schafft,
Vertrauen, Liebe, Tätigkeit und Kraft;
In Jenes Namen, der, so oft genannt,
Dem Wesen nach blieb immer unbekannt:
So weit das Ohr, so weit das Auge reicht,
Du findest nur Bekanntes, das Ihm gleicht,
Und deines Geistes höchster Feuerflug
Hat schon am Gleichnis, hat am Bild genug;
Es zieht dich an, es reißt dich heiter fort,
Und wo du wandelst, schmückt sich Weg und Ort;
Du zählst nicht mehr, berechnest keine Zeit,
Und jeder Schritt ist Unermeßlichkeit.“

Sebastian Schirmer, Leipzig

Impuls für Freitag, 21. März 2025

Losung
Den Demütigen wird der HERR Gnade geben.
Sprüche 3,34

Lehrtext
Es entstand auch ein Streit unter den Jüngern, wer von ihnen als der Größte gelten könne. Jesus aber sagte zu ihnen: Die Könige herrschen über ihre Völker, und die Macht über sie haben, lassen sich als Wohltäter feiern. Unter euch aber soll es nicht so sein, sondern der Größte unter euch werde wie der Jüngste, und wer herrscht, werde wie einer, der dient.
Lukas 22,24-26

Impuls für den Tag
Neulich hörte ich diesen Satz: „Bei der Demut sind wir ganz weit vorn dabei.“ Das war natürlich ein Spaß. Denn, was ist das für ein Widerspruch.
Wer sich demütig verhält, der muss nicht ganz vorn dabei sein. Im Lehrtext lesen wir, wie unter den Jüngern ein Streit ausbricht, wer von ihnen der Größte wäre. Jesus antwortet klar: „Die Könige herrschen über ihre Völker… So soll es unter euch nicht sein. Der Größte werde wie der Jüngste.“

Jesus lehrt, dass wahre Größe nicht in Macht und Autorität liegt, sondern in der Fähigkeit, anderen zu dienen und sich selbst zurückzunehmen. Dieses Prinzip erinnert daran, dass wahre Größe durch den Dienst an anderen und durch Bescheidenheit erreicht wird, nicht durch Dominanz und Selbstüberhöhung. Wenn wir dieses Wort unseres Herrn zu Herzen nehmen, können wir eine gerechtere, mitfühlendere und harmonischere Welt schaffen.
Gott gebe zu unserem Wollen das Vollbringen.

Michael Tetzner, Frohburg

Impuls für Donnerstag, 20. März 2025

Losung
Wenn ich dich anrufe, so erhörst du mich und gibst meiner Seele große Kraft.
[Psalm 138,3]

Lehrtext
Jesus spricht: Wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.
[Lukas 11,10]

Impuls für den Tag
Meine Mutti liegt zurzeit im Krankenhaus. Etliche altersbedingte Leiden machen ihr sehr zu schaffen und sie hat große Schmerzen. Starke Schmerzmittel darf sie aufgrund einer anderen Krankheit nicht nehmen.
Dieser Tage waren wir wieder bei ihr. Sie saß auf dem Bett, ihr Blick auf das kleine hölzerne Kreuz an der Wand in Ihrem Zimmer gerichtet. Auf die Frage, was sie den ganzen Tag so macht, kam ein starkes „Ich bete.“ über ihre Lippen und wieder sprudelten Bibelverse aus ihrem Mund.
„Wenn ich dich anrufe, so erhörst du mich und gibst meiner Seele große Kraft.“ Diese Worte tragen eine große Stärke in sich. Sie beschreiben die innige Verbindung zwischen unserem lebendigen Vater und uns.
Meine Mutti weiß das und lebt ihr ganzes Leben danach. Sie weiß auch, dass Gott kein Automat ist; Münze rein und alle Schmerzen sind weg. Aber sie bekommt die Kraft für ihre Seele, die ihre Sorgen lindert und ihr immer wieder neue Hoffnung schenkt. Sie erfährt Trost und Ermutigung.
Sie weiß, und auch wir vertrauen darauf, dass sie nicht allein ist, dass es jemanden gibt, der sie hört und versteht. Amen.

Thomas Meyer aus Roßwein

Impuls für Mittwoch 19. März 2025

Losung
Hiob antwortete dem HERRN: Siehe, ich bin zu gering, was soll ich antworten? Ich will meine Hand auf meinen Mund legen.
Hiob 40,3-4

Lehrtext
Paulus schreibt: Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.
1.Korinther 13,12

Impuls für den Tag
„Das Stillsein ist gereifte Weisheit“ So hat der jüdische Gelehrte Maimonides im Mittelalter einmal gesagt. Hiob erkennt das mitten im Leid. Wo er nichts mehr erklären kann, da hilft es nur zu schweigen. Aber das im Angesicht Gottes. Hiob schweigt zu seinem Leid, aber er bleibt mit Gott im Gespräch. Das klingt paradox. Aber es ist die Haltung des gläubigen Menschen.Angesichts der Not der Welt und meiner persönlichen Sorgen fällt das schwer. Kann man schweigen zur Aggression der Aggressoren auf der politischen Weltbühne? Kann man Ungerechtigkeit einfach stehen lassen?
Hiobs Antwort bezieht sich aber auf sein eigenes Schicksal. Er hat viel verloren. Und nun bleibt ihm, den Glauben aufzugeben oder an Gott festzuhalten und sich in seine Hand zu begeben. Letzteres tut er und findet Trost und neues Leben und neue Hoffnung. Lassen Sie uns diesen Weg der Treue und der Stile vor Gott wählen, wenn die Not groß wird. In Jesus hat Gott seine himmlische Hilfe Mensch werden lassen. Es ist so etwas wie „gereifte Weisheit“ ihm das eigene Leben anzuvertrauen.

Michael Karwounopoulos/Bad Urach

Impuls für Dienstag, 18. März 2025

Losung
HERR, du bist meine Stärke und Kraft und meine Zuflucht in der Not!
Jeremia 16,19

Lehrtext
Paulus schreibt: Ich weiß, an wen ich glaube, und bin gewiss, dass er bewahren kann, was mir anvertraut ist, bis an jenen Tag.
2.Timotheus 1,12

Impuls für den Tag
Manchmal bin ich frustriert.
Weil scheinbar keiner mich versteht.
Weil dieses Gedankenkonstrukt, das mir so schlüssig erscheint, von scheinbar niemandem geteilt wird als mir selbst.
Weil die Meinungen festgefahren sind.
Weil Zuhören immer schwerer fällt.
Und weil ich selbst genauso davon betroffen bin wie alle anderen.
Manchmal bin ich frustriert.
So muss es Jeremia gegangen sein.
Fromm inmitten eines gottlosen Volkes.
Viele Worte, die keine hörenden Ohren finden.
Viel Unverständnis, viele Anfeindungen.
Berufen für ein Volk, das lieber den Untergang wählt als die greifbare Rettung.
Viele schlaflose Nächte.
Viel Angst.
Und trotzdem: Herr, du bist meine Stärke und Kraft und meine Zuflucht in der Not!
Und trotzdem: Gottvertrauen.
Manchmal bin ich frustriert.
Manchmal bin ich wütend.
Manchmal bin ich ängstlich.
Aber niemals bin ich allein.

von Christian Stoll aus Rostock

Impuls für Montag, 17. März 2025

Losung
Wo ist solch ein Gott, wie du bist, der die Sünde vergibt und erlässt die Schuld denen, die geblieben sind als Rest seines Erbteils; der an seinem Zorn nicht ewig festhält, denn er hat Gefallen an Gnade!
Micha7,18

Lehrtext
Maria sprach: Gott gedenkt der Barmherzigkeit und hilft seinem Diener Israel auf.
Lukas 1,54

Impuls für den Tag
Heute geht es um das Herzstück unseres Glaubens: die Gnade und Barmherzigkeit. Als das Wort Barmherzigkeit in der Jahreslosung 2021 ,“ Seid barmherzig, wie euer Vater barmherzig ist“, vorkam, musste ich es erst mal erklären. Barmherzigkeit ist in unserem Sprachgebrauch nicht mehr geläufig. Ich teilte das Wort, in Erbarmen und ein Herz haben, auf. Sich jemandem annehmen, ihn sehen, Schlimmes versuchen zu lindern steckt für mich drin. Und wie schlimm ist es, wenn jemand kein Erbarmen erfährt! Ich habe einmal erlebt, dass ich unüberlegt etwas zu jemandem gesagt hatte, gleich früh, beim Frühstück, eine Bemerkung, gar nicht so tiefgreifend erst recht nicht verletzend gemeint! Als ich merkte, wie unachtsam es gewesen war, bat ich um Entschuldigung und diejenige ließ mich mit schneidendem Kommentar stehen. Das Gefühl der Demütigung ist unbeschreiblich!
Unser Gott ist ein Gott, der uns sieht und uns vergibt. Das ist Gnade! Ich bin froh, dass ich
von diesem Gott dürfen darf.

Claudia Tetzner ,Frohburg

Impuls für Sonntag, 16. März 2025

Losung
Ich sprach, als es mir gut ging: Ich werde nimmermehr wanken. Aber als du dein Antlitz verbargest, erschrak ich.
Psalm 30,7.8

Lehrtext
Jesus spricht: Ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen.
Johannes 16,22

Impuls für den Tag
Das Losungswort erinnert mich an die Zeit, als wir einen Hund hatten. Wenn wir mit unserem Golden Retriever spazieren gingen, konnte es sein, dass wir anderen Hundehaltern mit ihren kleinen Hunden, auch Taschenhunde genannt, begegnet sind. Manchmal zitterten sie vor Angst, wenn sie unsere Eyla erblickten. Die Herrchen oder Frauchen nahmen dann schnell ihr Hündchen auf den
Arm. Und kaum war es in Sicherheit, fing es an zu bellen und groß zu tun. Es blickte nun auf unsere Eyla herab und fühlte sich wohl unbesiegbar.
Manches Mal sind wir wie diese kleinen Hunde: Wir fühlen uns stark und kraftvoll und vergessen dabei, dass unser Leben in der Hand Gottes ist.
Diese „Vergesslichkeit“ tut uns nicht gut. WIr müssen wohl immer wieder auf den Boden der Tatsachen gestellt werden. Und dann begegnen uns nicht nur friedliebende Golden Retriever, sondern Bestien des Hasses und der Todessehnsucht. Sicher sind wir nur in den Armen unseres Herrn.

Renate Henke, Meißen

Impuls für Samstag, 15. März 2025

Losung
Du sollst mit einem neuen Namen genannt werden, welchen des HERRN Mund nennen wird.
Jesaja 62,2

Lehrtext
Wenn jemand zu Christus gehört, gehört er schon zur neuen Schöpfung. Das Alte ist vergangen, etwas Neues ist entstanden!
2. Korinther 5,17

Impuls für den Tag
Sind sie zufrieden mit ihrem Vornamen? Ich habe sogar zwei. Den Zweiten kennen die wenigsten von mir. In meiner Kindheit und Jugend habe ich diesen nicht gemocht. Auch kann ich mich erinnern, dass ich mit meinem Rufnamen nicht so zu frieden war. Heute, Jahrzehnte später habe ich mit meinem Namen meinen Frieden gefunden, ja ich bewundere meine Eltern, die mir diese „Programmnamen“ gegeben haben. Nun wollen sie sicherlich wissen, wie mein zweiter Vorname lautet. Dieser ist Gotthelf.
Wir verbringen Jahre unseres Lebens damit, Teile von uns abzulehnen und zu bekämpfen.
Gott ruft uns mit unserm Namen in seinen Dienst. Wenn wir uns rufen lassen, dann gehören wir zu ihm, dann verändern wir uns, werden neu. Dieser Dienst kann der Besuch der kranken Nachbarin sein, das Vorbereiten des Gottesdienstes am Sonntag, das Aufheben des Papiers auf der Straße oder eben auch das Falten der Hände zum Gebet.
Dieser Erneuerung dürfen wir uns immer wieder bewusst werden und können diese so einüben. Vielleicht auch eine Übung für die Fastenzeit?

Martin Gotthelf Creutz, Döbeln