Impuls für Montag, 2. März 2026

Losung
Es werden sich zum HERRN bekehren aller Welt Enden.
Psalm 22,28

Lehrtext
Viele werden kommen von Osten und von Westen und mit Abraham und Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen.
Matthäus 8,11

Impuls für den Tag
Wenn ich die heutige Losung lese – dass sich „aller Welt Enden“ Gott zuwenden – spüre ich eine tiefe Sehnsucht nach Frieden. Nach einer Welt, in der wir uns getragen wissen von einer Liebe, die größer ist als alles, was uns trennt. Dieses Bild berührt mich, weil es zeigt: Gottes Herz ist weit. Weiter, als ich es mir vorstellen kann. Der Lehrtext spricht davon, dass Menschen aus allen Himmelsrichtungen an einem Tisch zusammenkommen. Für mich ein wunderschönes Bild der Einladung: Ein Tisch an den niemand gedrängt wird, aber jeder WILLKOMMEN ist. Ich höre zur Zeit Max Prosa´s Album der Garten und mir kommt folgender Refrain in den Sinn: “ Wir verändern die Welt durch das Wort, du sprichst es aus, es lebt, es spinnt sich fort. Und was von Herzen kommt, wirkt sofort…“Gott lädt ein, Gott öffnet, Gott sammelt. Das spüre ich im Alltag – in Momenten von Trost oder in Worten, die Hoffnung schenken. Ich trage meinen Glauben offen – nicht um jemanden zu überreden, sondern weil er mich erfüllt. Wenn jemand mehr wissen möchte, erzähle ich gern von meinem Glauben, einfach eine stille Form des Teilens: Wie ein Tisch, an dem immer noch ein Platz frei ist. Amen.

Christiane Ranft, Neugepülzig

Impuls für Sonntag, 01. März 2026

Losung
Achtet ernstlich darauf um eures Lebens willen, dass ihr den HERRN, euren Gott, lieb habt.
Josua 23,11

Lehrtext
Das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer.
1.Johannes 5,3

Impuls für den Tag
Die Verse aus dem Alten Testament sind Josuas Testamentsrede, sozusagen sein Vermächtnis. Er weiß, dass er bald heimgerufen wird, da unternimmt er noch einmal eine große Anstrengung, eine Leiterversammlung, einen Landtag, eine Volksversammlung. Und neben ein paar Dingen, die noch zu regeln sind und einigen Ratschlägen und Mahnungen mit prophetischem Charakter fällt mir jedes Mal beim Lesen auf, mit welchem Nachdruck, welcher Leidenschaft er das Volk auffordert mit Gott ernst zu machen, ihn wirklich zu lieben. Das Eindringliche seiner Worte kann nur daher kommen, dass er diese Liebe selbst in sich trägt! Er brennt für Gott. — Wer liebt, der weiß, dass Liebe auch Anstrengung erfordert … Unser 9. Hochzeitstag ist bald und bei allen Schmetterlingen die immer mal wieder aufkommen, so wissen wir doch, dass Liebe auch Arbeit ist. Wie unendlich viele Stunden haben wir schon geredet, gestritten, gelacht, Zeit verbracht. Das hat Josua wohl auch mit Gott und so begreift er die (Lebens-)Wichtigkeit, Gott zu lieben, nicht nur, sondern er fühlt sie auch und platzt fast vor Leidenschaft, wenn er darüber spricht. Wie könnten wir das auch erleben? Im 1. Johannesbrief kann man lesen: Wir sind fähig zu lieben, dann wer an Jesus glaubt ist neu geboren, ohne Bindungsstörung oder Angst vor dem Vater. Und weiter? Seine Gebote halten; ja … und — Zeit, Zeit, Zeit, so wächst eine Beziehung.

Jonathan Seidel, Moosheim

Impuls für Samstag, 28. Februar 2026

Losung
Wie kehrt ihr alles um! Als ob der Ton dem Töpfer gleich wäre, dass das Werk spräche von seinem Meister: Er hat mich nicht gemacht!, und ein Bildwerk spräche von seinem Bildner: Er versteht nichts!
Jesaja 29, 16

Lehrtext
Wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.
Epheser 2, 10

Impuls für den Tag
Ich liebe Töpfereien, schon als Kind war ich oft in Kohren-Sahlis und heute freue ich mich, wenn ich nach Crimmitschau zu Steuernagels fahren kann.
Da ist ein freundlicher Töpfer, der einen mit einem Lächeln im Gesicht empfängt und natürlich die vielen einzigartigen Dinge, die mit Händen und viel Hingabe aus einem Stück Ton geschaffen worden. Ein langwieriger Prozess, der Ton wird vorbereitet, auf der Drehscheibe bearbeitet und geformt, getrocknet, glasiert, gebrannt, bis er ein fertiger, einzigartiger Gegenstand ist. Wenn Sie so ein Gegenstand sein könnten, was wären Sie gern? Ein Teller? Eine Tasse? Eine Vase? Vielleicht ein Krug? Ich denke an meine große Tasse, die ich auf meine Weiterbildung mitgenommen habe, ein halber Liter passt hinein, ein Mäuschen auf dem Henkel und unten hat sie eine kleine Delle – geschaffen um viel warmen Tee darin zu kochen. Sie wärmt mich, erfreut mich, zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht, erinnert mich an zu Hause und schenkt Gemütlich- keit. Aber sie erinnert mich auch daran, dass wir zu guten Werken geschaffen sind, von einem Schöpfer, der vieles in uns hineingelegt hat um Gutes zu tun, denn den Weg hat er schon für uns bereitet. Vertrauen wir darauf und vertrauen wir auf ihn.

Sandra Barthel, Raußlitz

Impuls für Freitag, 27. Februar 2026

Losung
Ach, HERR, lass doch deine Ohren aufmerken, dass du das Gebet hörst, das ich jetzt vor dir bete Tag und Nacht für deine Knechte. (Nehemia 1,6)

Lehrtext
Sollte Gott nicht Recht schaffen seinen Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte er bei ihnen lange warten? Ich sage euch: Er wird ihnen Recht schaffen in Kürze. (Lukas 18,7-8)

Impuls für den Tag
Ich hab noch ein Bitte, sagt sie am Ende. Können wir noch zusammen beten? Natürlich, sage ich und falte meine Hände. Gerade waren wir noch ganz munter im Gespräch. Es musste ja einfach mal alles erzählt werden, was so auf der Seele lag. Es waren bewegte Wochen: Notarzt, Krankenhaus, Kurzzeitpflege. Und dann die langsame Gewissheit: es geht nicht wieder zurück nach Hause. Der Sohn hat sich sofort um einen Platz im Pflegeheim gekümmert. Sie wollte unbedingt ein Einzelzimmer, möglichst mit Blick ins Grüne. Nun sitzen wir im kleinen Zimmer, das nun ihr zu Hause ist. Der Schrank mit dem Fernseher und der Sessel mit dem Hocker erinnern an alte Zeiten.
Jetzt ist es ganz still. Ich beginne zu beten. Sie sitzt andächtig daneben. Gemeinsam legen wir ihre Zeiten in Gottes Hand. Der Weg, der hinter ihr liegt. Die Zeiten, die jetzt kommen werden. Dank und Bitte wechseln sich ab. Ihr Amen am Ende klingt wie ein Aufatmen. Jetzt geht es ihr schon besser, sagt sie und die Lebensfreude strahlt für einen Moment in ihrem Gesicht auf.
Wie gut, denke ich, dass wir beten können – darauf vertrauen, dass Gott unsere Gebete hört, dass seine Ohren aufmerken. Besonders dann, wenn sich das Leben dreht und unser Rufen zu Gott nötigen Halt gibt. Amen.

Heiko Jadatz (Roßwein)

Impuls für Donnerstag; 26. Februar 2026

Losung
Der Gerechten Pfad glänzt wie das Licht am Morgen, das immer heller leuchtet bis zum vollen Tag.
Sprüche 4, 18

Lehrtext
Wenn ihr auch leidet um der Gerechtigkeit willen, so seid ihr doch selig.
1.Petrus 3, 14

Impuls für den Tag
Kennen sie die Straße der „Gerechten unter den Völkern“? Diese Straße findet man in der Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem in Israel. Im September 2023 war ich dort. Hier werden seit 1953 Menschen geehrt, die zwischen 1933 und 1945 unter großen persönlichen Risiken jüdische Menschen vor der Deportation in die Arbeits- und Vernichtungslager schützten und dabei ihr eigenes Leben aufs Spiel setzten. Anfangs wurde für jeden dieser Gerechten ein Baum gepflanzt. Daraus ist eine Allee, ja fast schon ein Wald geworden. Inzwischen erhält jeder dieser Gerechten eine kleine Gedenktafel – aus Platzgründen. Bis März 2025 wurden hier 28.486 Personen aus 51 Ländern geehrt, 666 davon kamen aus Deutschland. Der bekannteste Name ist wohl Oskar Schindler der für 1200 Juden zum Lebensretter wurde.
Es ist ein eindrückliches Gefühl, wenn man im Schatten der Bäume durch diese Allee geht und all die Namen liest.
Wer oder was ist eigentlich „gerecht“? Ich denke, das sind Menschen, die sich ihre Menschlichkeit bewahrt haben. Die egal wer und wo sie sind über den eigenen Tellerrand blicken. Menschen, die im Sinne Gottes handeln, ihrem Gewissen folgen, egal ob sie IHN kennen oder nicht. Dabei muss man nicht gleich zum Lebensretter werden. Möglichkeiten gibt es viele. Aber diese Menschen werden zum Licht im Kleinen wie im Großen. Kleine Lichter, die miteinander groß werden.

Bezirkskatechetin Angelika Schaffrin, Marbach

 

Impuls für Mittwoch, 25. Februar 2026

Losung
Ich, der HERR, habe dich gerufen in Gerechtigkeit und halte dich bei der Hand.
Jesaja 42,6

Lehrtext
Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören!
Matthäus 17,5

Impuls für den Tag
Was für eine wunderbare Verheißung des Propheten Jesaja und, so wie wir Christen sie verstehen, was für eine wunderbare Vorausschau des Christus.
Und umgekehrt ist das, was GOTT (die Stimme aus der Wolke) in der Erzählung von Jesu Verklärung bei Matthäus sagt, eigentlich ein Zitat aus dieser Weissagung.
Genau in dieser Vollmacht hat sich Jesus verstanden, aus ihr heraus gelebt und gewirkt, die Voraussagen aus ihr heraus ganz bewusst erfüllt. Es sollte uns also immer vor Augen stehen, welches Erbe dieser „Menschensohn“ verkörpert: Das der Gotterwählung von Anfang an natürlich, aber eben auch das des jüdischen Volkes (bevor wir da irgendwas auseinanderdividieren wollen…).
Und so, wie „kein Jota“ des Vorherigen „vergehen“ wird, da ja „das Wort“ schon „im Anfang bei Gott war“, so darf uns Gottes Wort durch alle Zeiten hindurch in seinem ganzen Reichtum begleiten – nicht etwa als Ballast, sondern als reiche und kostbare Gabe, zeitbezogen in seiner Äußerung und Auslegung, aber doch unbedingt und zeitlos gültig.
Und wir, ehe wir steinbruchartig daraus herausklauben, was uns gerade so passt, sollten es wahrhaft hören, es wirklich ganz aufnehmen und uns dadurch von Grund auf verändern lassen.
Das wäre auch ein Fastenvorhaben: Genau und gründlich zuzuhören…

Friedemann Neef, Roßwein

Impuls für Dienstag, 24. Februar 2026

Losung
Ich weiß, dass der HERR des Elenden Sache führen und den Armen Recht schaffen wird.
Psalm 140, 13

Lehrtext
Wenn ein Bruder oder eine Schwester nackt ist und Mangel hat an täglicher Nahrung und jemand unter euch spricht zu ihnen: Geht hin in Frieden, wärmt euch und sättigt euch!, ihr gebt ihnen aber nicht, was der Leib nötig hat – was hilft ihnen das?
Jakobus 2, 15–16

Impuls für den Tag
Sie sitzt auf der Bank vor dem Amt, das Formular auf dem Schoß, den Stift in der Hand – doch sie weiß nicht, in welches Feld sie ihren Mut eintragen soll. Sie streicht das Papier auf den Knien glatt, als ließe sich das Durcheinander von Herz und Sinn und Leben so ordnen. Sie starrt auf die Zeilen – Kästchen, die ihre Kreuze erwarten und leere Felder, die nirgends Platz für ihre Geschichte haben.
Das Neonlicht flackert. Ein Tonsignal gibt den Zahlenwechsel auf der Anzeige bekannt: 128 blinkt für Zimmer 2. Auf dem Zettel in ihrer Hand steht: 143. Sie seufzt.
Neben ihr legt sich eine Hand auf ihre Schulter, ein freundliches Lächeln dazu – wortlos spricht es: „Wir kriegen das hin.“
Zum ersten Mal seit Wochen hört ihr jemand zu und sie hört Worte, die nicht gegen sie gerichtet sind. Und mitten in einem grauen Tag wächst ein Raum, in dem Würde zu atmen beginnt und die leise Hoffnung klingt, dass am Ende keiner verloren bleibt.
Ein Tonsignal. Die Anzeige blinkt: 143 für Zimmer 1. Sie geht. Ein unsicheres Lächeln und ein fragender Blick wenden sich noch einmal zurück und begegnen einem ermutigenden Kopfnicken. Ihr Rücken richtet sich auf und sie schließt die Tür hinter sich.
Sie muss nichts mehr erklären, sondern bekommt, was sie nötig hat.
„Ich weiß, dass der HERR des Elenden Sache führen und den Armen Recht schaffen wird.“ Und du? Wo führst du heute seine Sache weiter?

Sebastian Schirmer, Leipzig

Impuls für Montag, 23. Februar 2026

Losung
Ruft laut, rühmt und sprecht: HERR, hilf deinem Volk!
Jeremia 31,7

Lehrtext
Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat sich seines Volkes angenommen und ihm Erlösung verschafft.
Lukas 1,68

Impuls für den Tag
Wenn ich in eine Kirche gehe, spreche ich oft ein Gebet. Wenn es niemanden stört, beginne ich auch zu singen. Dann füllt sich der Raum mit dem Lob Gottes. Das ist wunderbar, zumal wenn der Kirchenraum eine gute Akustik besitzt. Wage ich es aber auch, Gott um etwas zu bitten?
Im Gottesdienst ist es klar, zumindest wenn man ihn nach der Agende feiert. Aktuell in der Passionszeit singt die Gemeinde gleich nach dem Psalm: „Herre Gott erbarme dich, Christus erbarme dich, Herre Gott erbarme dich.“ Wie singen wir das als Gemeinde? Ängstlich, unsicher oder Gott ergeben? Kann man nicht zu allem Geschehen in der Welt im Großen wie im Kleinen nur immer wieder rufen: Jesus Christus, erbarme dich?
Bei einer Beerdigung in einem kleinen Ort bei Frohburg wohnt ein über 90 jähriger Pfarrer im Ruhestand, der an jeder christlichen Beerdigung teilnimmt und als letzter dem Toten Blumen ins Grab wirft. Dabei sagt er diese Sätze: „Herre Gott erbarme dich, Christus erbarme dich, Herre Gott erbarme dich.“ Dabei schlägt er über dem Toten das Kreuz. Ich gebe zu, dass ich darüber zuerst erschrocken war. Was mag er von dem Toten wissen, was ich nicht weiß. Was muss Gott ihm alles vergeben, damit er ins ewige Leben kommt? Und dann dachte ich, weil er es bei jedem Gemeindeglied macht, dass der Pfarrer Recht hat. Unabhängig von unserem mehr oder weniger sündigen Leben können wir Gott nur um sein Erbarmen bitten durch seinen Sohn Jesus Christus.

Michael Tetzner, Frohburg

Impuls für Sonntag; 22. Februar 2026

Losung
Die Elenden werden wieder Freude haben am HERRN, und die Ärmsten unter den Menschen werden fröhlich sein in dem Heiligen Israels.
[Jesaja 29,19]

Lehrtext
Ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: Obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, auf dass ihr durch seine Armut reich würdet.
[2.Korinther 8,9]

Impuls für den Tag
„Selig sind die Sanftmütigen“, sagt Jesus in der Bergpredigt. Was ist Sanftmut und warum wird es so betont, dass die Sanftmütigen – in unserer Losung die Elenden – Freude haben werden?
Sanftmut ist eine ausgeglichene, ruhige, geduldige und wohlwollende Gesinnung, die einen Menschen selbst bei Kränkungen nicht in Zorn geraten und Unrecht über sich ergehen lässt, die Gewalt nicht Gewalt entgegensetzt, sondern ein besonnenes Verhalten hervorbringt.
Dieser Sinn ist uns nicht wirklich angeboren. Von Natur aus bäumen wir uns gegen das Unrecht auf. Aber dies ist nicht der Weg des Friedens und der Freude.
Der Heilige Geist allein kann in uns die Sanftmut hervorbringen. Wenn wir dann alle Beleidigung und Unfreundlichkeit mit christlicher Freundlichkeit ertragen, dann werden wir Freude haben. Freude: weil unser lebendiger Gott uns tröstet. Wer im Zorn durchs Leben stürmt, sich beständig auf sein Recht beruft, der ist in ständiger Unruhe. Aber die Sanftmütigen besitzen das Erdreich. Das Beste kommt für sie zuletzt: Gott selbst nimmt sich ihrer an. Und indem sie in der Friedensbotschaft Jesu wandeln, nehmen sie teil an seiner Freude. Amen.

Thomas Meyer, Roßwein

 

Impuls für Samstag; 21. Februar 2026

Losung
Gedenkt nicht an das Frühere und achtet nicht auf das Vorige! Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht?
Jesaja 43,18-19

Lehrtext
Paulus schreibt: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.
2.Korinther 5,17

Impuls für den Tag
Von einem Vertriebsleiter einer Firma habe ich gelernt: Die Corporate Identity muss erhalten werden, auch wenn die Verpackung des Produkts neu gestaltet wird. Diese Regel aus der Wirtschaft hat mich ins Nachdenken gebracht, immer wenn ich in Texten der Bibel davon lese, dass doch alles neu werden muss. Wie kann man alles vergessen, was früher war? Wie kann das Alte einfach so vergehen?
Ich glaube, bei diesen Losungsworten muss man unterscheiden lernen. Es bleibt die Corporate Identity, das Markenzeichen unseres Glaubens. Das ist erhaltenswert, weil es derselbe Gott ist, damals und heute. Als Christen sind wir „neue Kreatur“ – immer noch im alten Gewand unserer Menschheit, unserer Fragen und Zweifel und unserer Hoffnungen. Und doch macht Gott Neues aus uns durch Jesus. Er schenkt uns eine neue Einstellung des Herzens, das ihn sucht und auf Gott ausgerichtet ist. Darum geht’s bei der „neuen Kreatur“, die wir sein sollen als Menschen, die an Jesus glauben. In unserer Haltung werden wir ganz neu, auch wenn wir in Vielem die Alten bleiben. Alles andere würde uns maßlos überfordern. Aber lassen Sie uns heute doch auch Neues wagen mit einem Herzen, das Christus sucht!

Michael Karwounopoulos, Bad Urach