Impuls für Freitag; 20. Februar 2026

Losung
Du, HERR, wollest deine Barmherzigkeit nicht von mir wenden; lass deine Güte und Treue allewege mich behüten.
Psalm 40,12

Lehrtext
Gott gebe euch viel Barmherzigkeit und Frieden und Liebe!
Judas 1,2

Impuls für den Tag
So oft gehört und gelesen und versucht, zu verstehen, dass das Wort auf abgestumpfte, überreizte Ohren trifft.
Und dann doch noch so gar nicht verstanden, dass es auf taube Ohren trifft.
Barmherzigkeit, die
Substantiv, feminin
Mittelhochdeutsch von barmherzekeit, barmherze, althochdeutsch von armherzi, kirchenlateinisch von misericordia.
Meine Augen kreisen um die Buchstaben.
arm. herz. erbarmen. warmherzig.
Sich den Armen erbarmen und ihnen mit einem warmen Herzen beistehen.
Vielleicht ist es genau das.
Und wahrscheinlich geht es nicht nur um die Armen im materiellen Sinn. Auch um die sozial, kulturell, gesundheitlich oder geistig Armen.
Barmherzigkeit, Gott, kommt von dir.
Gib uns reichlich davon, auf dass wir damit nicht sparen, sondern sie großzügig an unsere Mitmenschen ausschenken.

von Christian Creutz aus Rostock

 

Impuls für Donnerstag; 19. Februar 2026

Losung
Lobet, ihr Völker, unsern Gott, lasst seinen Ruhm weit erschallen, der unsre Seelen am Leben erhält und lässt unsere Füße nicht gleiten.
Psalm 66,8-9

Lehrtext
Der Gott der Geduld und des Trostes gebe euch, dass ihr einträchtig gesinnt seid untereinander, wie es Christus Jesus entspricht, damit ihr einmütig mit einem Munde Gott lobt, den Vater unseres Herrn Jesus Christus.
Römer 15,5-6

Impuls für den Tag
Loben zieht nach oben, Danken schützt vor Wanken. So lautet ein Sprichwort. Das ist eine Grundeinstellung und fällt nicht immer leicht. Vielleicht würden sie entgegnen: Pessimismus ist Optimismus auf lange Sicht. Das hat sicher auch seine Berechtigung, denn gibt es denn immer einen Grund zum Loben? Ein Lied beginnt mit: „Sag mal danke, einfach danke. Ist dein Morgen, frei von Sorgen, dann sag Danke, einfach danke, für diesen wunderschönen Tag.“ Wenn ich mit diesem Lied beginne, frage ich manchmal die Kinder, wofür sie dankbar sein könnten. Große Ratlosigkeit macht sich breit- alles selbstverständlich! Klar hab ich genug zu essen, klar kann ich in die Schule und auf Arbeit gehen, selbstverständlich lebe ich im Frieden …Das macht schön deutlich, dass es eine ganz bewusste Entscheidung ist, dankbar zu sein und dafür Gott zu loben. In diesen Tagen begegnen mir viele unzufriedene Meckerer. Von Diktatur und eingeschränkter Meinungsäußerung ist zu hören. Manches ist sicher begründet, vielleicht tut aber auch ein Blick in die Welt und in andere Länder gut. Einträchtig untereinander zu leben heißt, nicht immer einer Meinung zu sein, aber zu wissen, wem wir alles zu verdanken haben.

Claudia Tetzner, Frohburg

 

Impuls für Mittwoch; 18. Februar 2026

Losung
HERR, lass mir deine Gnade widerfahren, deine Hilfe nach deinem Wort.
Psalm 119,41

Lehrtext
Es kam eine Furcht über sie alle, und sie redeten miteinander und sprachen: Was ist das für ein Wort? Jesus gebietet mit Vollmacht und Gewalt den unreinen Geistern, und sie fahren aus.
Lukas 4,36

Impuls für den Tag
Es tut gut, wenn wir mit Menschen zusammenarbeiten und leben können, auf deren Wort Verlass ist und denen wir vertrauen können. Das erspart viele Enttäuschungen und Verletzungen, sowohl in der Familie als auch in der Kirchgemeinde. Von Menschen, die viel versprechen und wenig halten, ziehen wir uns in der Regel zurück. Um nicht wieder enttäuscht zu werden, schützen uns vor ihnen und ihren hohlen Versprechungen. Oftmals kommt es infolge dessen in den Familien deshalb zu Trennungen. Die seelischen Wunden und Verletzungen sind tief. Viele Menschen werden darüber bitter und es fällt ihnen schwer, neu Vertrauen zu wagen.Unsere Bibelverse heute machen uns Mut, Gottes Wort zu vertrauen. Heute am Aschermittwoch, zu Beginn der Passionszeit, geht unser Blick nach innen. Wir prüfen UNSER Verhalten und Denken an Gottes Wort und richten uns neu darauf aus. Wir bekennen vor Gott, dass auch unser Wort nicht immer verlässlich ist und wir Menschen enttäuschen. Und wir setzen unser Vertrauen auf das vollmächtige Wort von Jesus: Es spricht uns frei und Jesus vergibt uns die Schuld. Auf ihn dürfen und können wir uns immer verlassen.

Renate Henke, Meißen

Impuls für Dienstag; 17. Februar 2026

Losung
Was verborgen ist, ist des HERRN, unseres Gottes; was aber offenbart ist, das gilt uns und unsern Kindern ewiglich.
5. Mose 29,28

Lehrtext
Sie sollen das Geheimnis Gottes erkennen: Christus. In ihm sind alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen.
Kolosser 2,2-3

Impuls für den Tag
Damit ein Kind entsteht, wissen wir aus der Biologie und Medizin, dass als erstes die Verschmelzung von Spermien- und Eizelle notwendig wird. Dieser Prozess passiert im Verborgenem im Mutterleib, im Rahmen der Medizin auch im Reagenzglas. Dann kommt es zum Einnisten des entstehenden Lebens in der Gebärmutter und Wachsen. Nun wird es nach außen sichtbar, bis hin zur Geburt des Kindes. Soweit zu dem was wir sicher wissen. Nicht jede befruchtete Eizelle geht diesen Weg, manche schaffen den Weg in die Gebärmutter nicht, andere sterben in dieser. Über das werdende und endende Leben haben sich schon viele Wissenschaftler den Kopf zerbrochen, es bleibt aber für mich ein Geheimnis, ein Wunder. Ich bin dankbar, dass ich nicht alles verstehen und erklären muss. Es ist ein Schatz der Weisheit und Erkenntnis sagen zu können, dies ist Gottes Geheimnis. Hier hat Gott ein Wunder geschehen lassen. Oder wie Nena in den 1980er Jahren sang: Wunder gescheh’n, ich war dabei, wir dürfen nicht nur an das glauben, was wir sehn. Ich wünsche ihnen einen wunder – vollen Tag.
Amen

Martin Gotthelf Creutz, Döbeln

 

Impuls für Montag; 16. Februar 2026

Losung
Siehe, ich will meinen Engel senden, der vor mir her den Weg bereiten soll.
Maleachi 3,1

Lehrtext
Der Menschensohn wird die Engel senden und wird seine Auserwählten versammeln von den vier Winden, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels.
Markus 13,27

Impuls für den Tag
Auserwählte… Da muss ich an meine Schulzeit denken, wenn im Sportunterricht die Mannschaften zusammengestellt wurden. Meist war ich unter den letzten, die gewählt wurden; Mannschaftsspiele waren nicht so meins. Wie war das bei Dir? Es ist kein schönes Gefühl, wenn man nicht zur ersten Wahl gehört, vielleicht nicht mal zur zweiten oder dritten…
Geht es in unserem heutigen Bibeltext auch um die Zusammenstellung einer exklusiven Mannschaft? Was sind die Kriterien, um zu den Auserwählten zu gehören? Es wird Dich vielleicht überraschen: Du kannst gar nichts dafür TUN, musst keine besonderen frommen Leistungen erbringen, es nützt auch nichts, wenn Du besonders viel spendest. Es gibt nur ein einziges Kriterium: „Wer an den Sohn [Jesus Christus] glaubt, der hat das ewige Leben“ (Johannes 3,36). Jesus sagt von sich: ICH bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. (Johannes 14,6). Glaubst Du das? Möchtest Du zu den Auserwählten gehören? Dann lade ich Dich ein, folgendes Gebet zu sprechen:
Herr Jesus Christus, ich erkenne, dass ich ein Sünder bin und deine Vergebung brauche. Bitte vergib mir alle meine Schuld. Danke, dass du für mich am Kreuz gestorben bist und auferstanden bist. Ich öffne dir mein Herz und nehme dich als meinen Herrn und Retter an. Komm in mein Leben, verändere mich und führe mich. Ich möchte dir nachfolgen und dir vertrauen – heute und für immer. Amen.

Almut Bieber, Arnsdorf

 

Impuls für Sonntag, 15.2.26

Losung
Josefs Brüder baten ihn:
Nun vergib doch diese Missetat uns, den Dienern des Gottes deines Vaters!
1. Mose 50,17

Lehrtext
Seid untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem anderen, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus.
Epheser 4,32

Impuls für den Tag
Im christlichen Glauben geht es unter anderem um Vergebung. Das bedeutet schlicht: Menschen machen etwas falsch und Gott vergibt, weil er die Last für uns trägt. Wenn Menschen das erleben, dann tut das gut und ist mit echter Befreiung und Neuanfängen verbunden. Der Lehrtext für heute erinnert uns aber an eine Wahrheit, die wohl bisweilen vergessen wird: Vergebung ist nicht nur eine Angelegenheit zwischen Gott und Mensch. Menschen sollen sich auch untereinander vergeben. Das scheint aber nicht so einfach zu sein, ansonsten gäbe es nicht so viel Unversöhnlichkeit sogar in christlichen Gemeinden. Als Christen sollten wir hier aber vorangehen und ein Vorbild sein, wie Vergebung unter Menschen funktionieren kann und wie aus Vergebung vielleicht sogar ein Neuanfang in der Beziehung gelingt und in Versöhnung mündet. Dazu fordert uns Paulus auf. Und ich verstehe ihn so, dass wir nicht auf die passende Gelegenheit oder das richtige Gefühl im Bauch warten sollen. Vergebung ergibt sich nicht einfach so. Sie muss gesucht und gewährt werden. Heute ist der Tag dafür. Amen.

Jörg Matthies, Marbach

Impuls für Samstag, 14.2.26

Losung
Der das Leben seiner Getreuen behütet, wird sie retten aus der Hand der Frevler.
Psalm 97,10

Lehrtext
So hatte nun die Gemeinde Frieden in ganz Judäa und Galiläa und Samarien und baute sich auf und lebte in der Furcht des Herrn und mehrte sich unter dem Beistand des Heiligen Geistes.
Apostelgeschichte 9,31

Impuls für den Tag
„Friede, Friede, Friede sei mit dir.
Friede, Friede, Friede seit mit dir.“
Dieses Lied von Manfred Siebald geht mir durch den Kopf, als ich von dem Frieden in ganz „Judäa und Galiläa und Samarien“ lese. Saulus ist Christ geworden und doch eilt seinen Ruf ihm als Verfolger Voraus. Die neugegründeten Hausgemeinden sind misstrauisch. Jedoch beharren sie nicht auf ihre Vorurteile und können Saulus mit neuen Augen begegnen. Was wollen wir mehr unter Christen, die so unterschiedlich ihren Glauben leben als diesen SCHALOM – Der Friede Gottes untereinander erleben zu können. Was sind wir sonst für Vorbilder, wenn wir dies nicht zeigen können?
Das Leben hat mir gezeigt, dass es nicht immer gelingt – Dennoch könnten die folgenden Strophen uns, Christen, zu diesem SCHALOM inspirieren:
„Der tiefe Friede, den wir nicht verstehen, der wie ein Strom in unser Leben fließt, der Wunden heilen kann, die wir nicht sehen, weil es Gottes Friede ist.
Der Friede Gottes will in dir beginnen,
du brauchst nicht lange, bis du es entdeckst:
was Gott in dich hineinlegt, bleibt nicht innen – Friede, der nach außen wächst.“ Amen

Sophie Heinzelmann, Hainichen

Impuls für Freitag, 13.2.26

Losung
Werdet ihr der Stimme des HERRN nicht gehorchen, so wird die Hand des HERRN gegen euch sein wie gegen eure Väter
1. Sam 12,15

Lehrtext
Wie ihr nun Christus Jesus, den Herrn angenommen habt, so lebt nun auch in ihm: verwurzelt in ihm und aufgebaut auf diesem Fundament, gefestigt im Glauben, so wie ihr unterrichtet worden seid.
Kol 2,6-7

Impuls für den Tag
Es geht um Gehorsam. Das ist heutzutage ein verpöntes Wort. Wer es benutzt, gilt als altmodisch oder rechtsradikal. Schauen wir aber genauer hin, dann geht es um die Umsetzung dessen, was wir gehört, geglaubt, im Glaubensunterricht gelernt haben.
Statt Gehorsam können wir auch sagen: es geht um die Praxis des Glaubens. Jesus als den Herrn des eigenen Lebens anzunehmen ist das eine, aber den Glauben im Alltag zu leben, Nächstenliebe, Feindesliebe zu verwirklichen, Friedensstifter zu sein, ist etwas völlig anderes.
Die Losung ist mit einer Drohung verbunden. Drohungen waren in der Geschichte wirkungsvoll, heute fragt man: Willst Du mir drohen? Dabei ist doch ganz klar: Wer den Geboten Gottes nicht im Alltag folgt, wird von anderen niemals als Christ wahrgenommen. Der Erfolg spricht für sich selbst.

Gerold Heinke, Marbach

Impuls für Donnerstag, 12.2.26

Losung
Ich tilge deine Missetat wie eine Wolke und deine Sünden wie den Nebel. Kehre dich zu mir, denn ich erlöse dich!
Jesaja 44,22

Lehrtext
Ihr wisst, dass Jesus Christus erschienen ist, damit er die Sünden wegnehme, und in ihm ist keine Sünde.
1.Johannes 3,5

Impuls für den Tag
Ich staune über Gottes Zusage: Er nimmt mir alles ab, was mich belastet – Schuld, Fehler, Versagen. In seiner Gegenwart verschwinden meine dunklen Wolken wie Nebel im Morgenlicht. Das befreit mich. Doch manchmal frage ich mich: Wenn mir alles vergeben ist, verliere ich dann nicht die Verantwortung? Könnte ich nicht einfach denken: „Es wird schon passen, Jesus hat ja für alles bezahlt“? Aber Vergebung ist für mich kein Freibrief. Sie ist ein Geschenk, das mich gerade deshalb zur Achtsamkeit ruft. Jesu Opfer macht mich nicht sorglos, sondern dankbar. Es nimmt mir die Scham, aber nicht die Aufgabe, ehrlich auf mich zu schauen. Ich werde nie fehlerlos sein, aber ich kann jeden Tag neu versuchen, liebevoller und wahrhaftiger zu leben – nicht aus Angst, sondern aus Liebe und Respekt vor Jesus. So wächst in mir ein glaubwürdiges Leben: nicht perfekt, aber getragen. Nicht makellos, aber auf dem Weg. Nicht schuldenfrei, aber frei genug, mich immer wieder neu Gott zuzuwenden. Der Friede Gottes, der größer ist als alles, was wir verstehen, bewahre unsere Herzen und Gedanken in Christus Jesus. Gott schenke uns Kraft, Klarheit und Liebe für jeden neuen Tag. Amen.

Christiane Ranft, Neugepülzig

Impuls für Mittwoch, 11.2.26

Losung
Ist nicht Ephraim mein teurer Sohn und mein liebes Kind? Denn sooft ich ihm auch drohe, muss ich doch seiner gedenken; darum bricht mir mein Herz, dass ich mich seiner erbarmen muss, spricht der HERR.
Jeremia 31,20

Lehrtext
Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er zuvor erwählt hat.
Römer 11,2

Impuls für den Tag
Seit ich selbst ein Kind habe, kann ich mir ansatzweise vorstellen, wie es Gott wohl mit uns, seinen Kindern, gehen muss: Ich möchte das Beste für mein Kind, und das ist nun mal nicht immer Zulassen oder Nachgeben… Manchmal kann ich als Erwachsene einfach besser einschätzen, was gut ist und was nicht (z.B. was den Schoko-Konsum angeht). In welche gefühlten Qualen ich mein Kind damit stürze und welches Bild es von mir in diesem Augenblick hat, kann man sich denken. Ich glaube, dass es uns Menschen mit Gott oft genauso geht: Wir legen unser Augenmerk auf das, was uns fehlt, auf unerfüllte Gebete oder die scheinbare Härte Gottes. Wir denken: „Wie kann er nur…“ — dabei gilt für ihn viel mehr als für irdische Eltern: Er ist unser unendlich liebevoller Vater, der uns nicht verstößt noch vergisst. Er hat eben die „Erwachsenen-Perspektive“ und wir die kindliche. Deshalb ist es nötig, ihm zu vertrauen. Konkret bedeutet das zum Beispiel, den Zusagen der Bibel Glauben zu schenken — manchmal entgegen dem eigenen Empfinden. Und vielleicht auf die Suche zu gehen nach Segensspuren im eigenen Leben, statt bei dem stehenzubleiben, was wir gern hätten. Wie gut, dass Gottes Erbarmen kein Ende hat!

Johanna Seidel, Moosheim