Kirchgemeinden an Zschopau und Striegis
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Impuls für Freitag, 15. Mai 2026
in Impuls des Tages

Losung
Kommt, wir wollen uns dem HERRN zuwenden zu einem ewigen Bunde, der nimmermehr vergessen werden soll!
Jeremia 50,5

Lehrtext
Bemüht euch deshalb nach Kräften, dass zu eurem Glauben das richtige Verhalten kommt. Zum richtigen Verhalten soll die Erkenntnis kommen, zur Erkenntnis die Selbstbeherrschung, zur Selbstbeherrschung die Standhaftigkeit, zur Standhaftigkeit die Ausübung des Glaubens, zur Ausübung des Glaubens die geschwisterliche Liebe und zur geschwisterlichen Liebe die Liebe überhaupt.
2. Petrus 1,5-7 BB

Impuls für den Tag
Immer wieder im Laufe der menschlichen Geschichte gibt es Schläge, die eine Gesellschaft sogar zerstören können. Der Losungstext stammt aus einem Teil, der die Befreiung des Volkes Israel aus dem Exil ankündigt. Dabei erinnern sich die Menschen daran, dass sie einen Gott haben, der mit ihnen vor langer Zeit einen Bund geschlossen hat, der dem Anschein nach gebrochen wurde. In der Krise ist der Mensch oft zuerst mit sich selbst und dem Überleben beschäftigt. Dennoch ermutigt mir dieser Vers aus Jeremia dazu, den Blick auch mal innezuhalten und zu überlegen, was es ist, was mich hält und durch den Tunnel begleiten wird.
Wo ist der Lichtblick?

Eine Antwort nach einem alten Lied nach Gerhard Schöne:

„Jesu, meine Freude – meines Herzens Weide,
Jesus, wahrer Gott – Wer will Dich schon hören?
Deine Worte stören den gewohnten Trott.
Du gefährdest Sicherheit, Du bist Sand im Getriebe,
Du, mit Deiner LIEBE.
…

Jesu, Freund der Armen, groß ist Dein Erbarmen
Mit der kranken Welt.
Herrscher gehen unter, Träumer werden munter,
die Dein Licht erhellt.
Und wenn ich ganz unten bin,
weiß ich mich an Deiner Seite!
Jesu, meine Freude.“

Amen

Sophie Heinzelmann, Hainichen

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https://kirchen-zschopau-striegis.de/wp-content/uploads/2025/07/Logo-SK-Z-S-web.png 0 0 Almut Bieber https://kirchen-zschopau-striegis.de/wp-content/uploads/2025/07/Logo-SK-Z-S-web.png Almut Bieber2026-05-15 00:00:432026-05-09 11:03:28Impuls für Freitag, 15. Mai 2026
Impuls für Donnerstag, 14. Mai 2026
in Impuls des Tages

Losung
Dein Herz eifere nicht gegen die Sünder, sondern jederzeit nach der Furcht des Herrn.
Sprüche 23, Vers 17

Lehrtext
Jesus sprach zu den Jüngern: So steht geschrieben, dass der Christus leiden wird und auferstehen am dritten Tag von den Toten, und das gepredigt wird in seinem Namen Buße zur Vergebung der Sünden unter allen Völkern. Von Jerusalem an seid ihr dafür Zeugen.
Lukas 24, 46-48

Impuls für den Tag
Heute feiern wir Christi Himmelfahrt. In vielen Gemeinden finden Open Air Gottesdienste statt. Viele Männer sind dann schon vor oder nach dem Gottesdienst zu einer Herrenpartie unterwegs.
Und damit wird deutlich, das der geistliche Inhalt dieses Festes schon lange verloren gegangen ist. Die Vorstellung, wie man sich die Himmelfahrt Christi vorstellen soll, hat sich ja auch in den 2000 Jahren Kirchengeschichte vielfach geändert. Hilfreicher ist da unser heutiger Lehrtext.

Er sagt nicht, wie die Himmelfahrt vor sich geht. Aber, was die Folge ist: es wird Buße zur Vergebung der Sünden unter allen Völkern gepredigt. Das war vielleicht damals nur ein Wunsch. In unserer Gegenwart ist es Realität. Trotzdem die Gemeinden in Deutschland und in Westeuropa kleiner werden (vielleicht, weil zu wenig Buße gepredigt wird?) wächst dagegen in anderen Völkern der Glaube an Jesus Christus, an seine unbegrenzte Liebe und Vergebung. Der Glaube an Jesus Christus ist nach wie vor die größte Religion.

Gerold Heinke, Marbach

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https://kirchen-zschopau-striegis.de/wp-content/uploads/2025/07/Logo-SK-Z-S-web.png 0 0 Almut Bieber https://kirchen-zschopau-striegis.de/wp-content/uploads/2025/07/Logo-SK-Z-S-web.png Almut Bieber2026-05-14 00:00:482026-05-09 11:01:34Impuls für Donnerstag, 14. Mai 2026
Impuls für Mittwoch, 13. Mai 2026
in Impuls des Tages

Losung
In Gottes Hand ist die Seele von allem, was lebt.
Hiob 12,10

Lehrtext
Jesus rief laut: Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände! Und als er das gesagt hatte, verschied er.
Lukas 23,46

Impuls für den Tag
Hiob und auch Jesus zeigen uns ein Vertrauen, das nicht auf einem einfachen Leben gründet. Beide erleben Leid, Angst und tiefe Verlassenheit. Und trotzdem wenden sie sich nicht von Gott ab. Gerade das macht ihre Worte so kraftvoll.

Wenn ich heute auf die Welt schaue – auf Krisen, Kriege und Unsicherheit – merke ich selbst, dass Gottvertrauen nicht immer leicht ist. Manchmal wird die Hoffnung leiser und Sorgen legen sich schwer auf die Seele.

Und doch liegt vielleicht genau darin Glauben: Nicht niemals zu zweifeln, sondern trotz allem immer wieder den Weg zu Gott zu suchen. Zu beten. Zu hoffen. Sich ihm anzuvertrauen. Ich bete täglich um Frieden für diese Welt, für andere Menschen und auch für mich selbst. Weil ich glaube das Gott unsere Sorgen hört und uns manchmal schon dort hält, wo wir kaum noch Hoffnung spüren.

Hiob erinnert uns daran: Vertrauen bedeutet nicht, die Dunkelheit zu leugnen. Vertrauen bedeutet, selbst in der Nacht Gottes Hand nicht loszulassen.

Und vielleicht wächst gerade aus diesem Vertrauen jene Hoffnung, von der es heißt: „Dann werden die Gerechten leuchten, wie die Sonne in ihres Vaters Reich.“ (Matthäus 13,43) Amen.

Christiane Ranft, Neugepülzig

https://www.pfachs.de/tagesimpulse/2026/KW20%2011.05.-17.05.2026/Impuls_26_05_13.mp3
https://kirchen-zschopau-striegis.de/wp-content/uploads/2025/07/Logo-SK-Z-S-web.png 0 0 Almut Bieber https://kirchen-zschopau-striegis.de/wp-content/uploads/2025/07/Logo-SK-Z-S-web.png Almut Bieber2026-05-13 00:00:192026-05-11 09:27:28Impuls für Mittwoch, 13. Mai 2026
Impuls für Dienstag, 12. Mai 2026
in Impuls des Tages

Losung
Der HERR wendet sich zum Gebet der Verlassenen und verschmäht ihr Gebet nicht.
Psalm 102,18

Lehrtext
Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist.
Jakobus 5,16

Impuls für den Tag
Vielleicht kennst du, kennen Sie, solche Situationen in denen man sich völlig verlassen fühlt. Verlassen vielleicht von Menschen, verlassen vielleicht von der eigenen Kraft, vom Mut, oder man fühlt sich verlassen vom „Glück“. Als Christ glaube ich prinzipiell daran, dass Gott meinen Lebensweg mit mir geht. Das Tückische daran ist, dass ich mich in schweren Lebenssituationen dadurch dann schnell von Gott verlassen fühle: Habe ich nicht gebetet, regelrecht zum Herrn geschrien und trotzdem ist die Katastrophe eingetreten? Habe ich nicht mich und alles was ich bin vor Gott gebracht, dass er mir helfe, mich rette? Mir steht so eine Situation in meinem Leben vor Augen. Ich verstehe Gott bis heute darüber nicht, aber ich bin mir sicher, dass er mich auch da nicht verlassen hatte, auch wenn es sich so angefühlt hat. Das hat, glaube ich, auch etwas zu tun mit dem heutigen Lehrtext: des Gerechten Gebet … ein gerechtes Gebet ist zum Beispiel eines das Gott Gott sein lässt; das weiß, dass er höher steht, tiefer sieht und weiter geht als ich begreife. Das Kunststück dabei ist aber trotzdem weiter zu bitten und zu glauben, dass Gott sich von mir kleinem Menschen gerne beeinflussen lassen will, dass er auch gerade in der Not nicht die Ohren verschließt; aber souverän bleibt. Ein guter „Freund?“ …ja, aber eben auch GOTT.

Jonathan Seidel, Moosheim

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https://kirchen-zschopau-striegis.de/wp-content/uploads/2025/07/Logo-SK-Z-S-web.png 0 0 Almut Bieber https://kirchen-zschopau-striegis.de/wp-content/uploads/2025/07/Logo-SK-Z-S-web.png Almut Bieber2026-05-12 00:00:472026-05-11 09:26:48Impuls für Dienstag, 12. Mai 2026
Impuls für Montag, 11. Mai 2026
in Impuls des Tages

Losung
Es ist niemand heilig wie der HERR, außer dir ist keiner.
1.Samuel 2, 2

Lehrtext
Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allmächtige, der da war und der da ist und der da kommt.
Offenbarung 4, 8

Impuls für den Tag
Hannah – Jeden Monat Hoffnung, Warten, Ungewissheit, Enttäuschung, Trauer, Spott und Demütigung. Monat für Monat, Jahr für Jahr…
Hannah wünscht sich sehnsüchtig ein Kind. Sie sieht Frauen, die schwanger werden, ein Kind bekommen. Sie sieht die Freude, hört das Lachen. Sie betet zu Gott, sie vertraut auf ihn, denn nur er kann ihre Sehnsucht erfüllen.

Gott hat die Macht und schenkt das Leben. Er schenkt, dass ein kleines Wesen im Bauch der Mutter heranwachsen kann. Er kennt dieses kleine Menschenkind von Anfang an, ganz genau. Er weiß, was gut für es ist. Er möchte mit ihm gemeinsam durchs Leben gehen, treu an seiner Seite – Tag für Tag.

Durch Krankheit, Sorgen, Trauer, Unsicherheit oder auch einen unerfüllten Kinderwunsch gerät unser Leben ins wanken. Wir wissen nicht wie es weitergeht. Die Gedanken drehen sich im Kreis. Die Frage nach dem ‚Warum?‘ wird laut und auch Zweifel an Gott machen sich breit.

In diesem Momenten wünsche ich Ihnen das Vertrauen von Hannah, dass Gott auch in diesen schwierigen Zeiten ein wunderbarer, treuer Gott ist, dem wir in Demut vertrauen können. Ich wünsche Ihnen Mut, den nächsten Schritt zu wagen, gemeinsam mit Gott, der beständig ist, zu jeder Zeit. Bleiben Sie im Gebet und suchen Sie das Gespräch. Amen.

Sandra Barthel, Raußlitz

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Impuls für Sonntag, 10. Mai 2026
in Impuls des Tages

Losung
Unser Gott, den wir verehren, kann uns erretten aus dem glühenden Feuerofen. Und wenn er’s nicht tut, so sollst du dennoch wissen, dass wir deinen Gott nicht ehren und das goldene Bild nicht anbeten werden.
Daniel 3,17.18

Lehrtext
Das sagt der Heilige, der Wahrhaftige: Ich kenne deine Werke. Siehe, ich habe vor dir eine Tür aufgetan, die niemand zuschließen kann; du hast eine kleine Kraft und hast mein Wort bewahrt und hast meinen Namen nicht verleugnet.
Offenbarung 3,7.8

Impuls für den Tag
Es heißt „Handbuch“, doch es ist alles andere als handlich. Mit über 1000 Seiten ist es ein stattlicher Band. Im „Handbuch Weltanschauungen, religiöse Gemeinschaften, Freikirchen“ werden christliche und nichtchristliche Kirchen, Gruppen und Vereine ausführlich beschrieben. Die Vielfalt scheint fast uferlos zu sein. Und irgendwie haben wohl alle den Anspruch, die wirkliche Glaubenswahrheit zu vertreten und zu leben.
Solche Vielfalt im Glauben ist nicht neu. Schon zu biblischen Zeiten „lockten“ andere religiöse Gruppen mit ihrer Wahrheit. Oft kam es dadurch zu Reibereien und nicht selten zu einem erbitterten Streit. In der Bibel wird oft davor gewarnt: vor goldenen Bildern, die angebetet werden – vor richtigen und falschen Türen, die den Zugang zum Glauben ermöglichen oder davon wegführen.
Heute ist das alles nicht mehr zu überschauen – goldene Bilder und weit geöffnete Türen werden medial geschickt für alle möglichen Wahrheiten angeboten. Die 1000 Seiten im Handbuch liefern dafür nur einen Ausschnitt, der nach 10 Jahren schon längst überholt ist. Das muss einen nicht verzweifeln lassen. Im Buch der Offenbarung heißt es: Ich soll sein Wort bewahren – Bibelworte also, die mir im Glauben schon oft geholfen haben und die im Herzen fest verankert sind. Wer diesen Schatz besitzt, der wird auch in der Vielfalt der Wahrheiten seinen Ort des Glaubens finden und behalten. Amen.

Heiko Jadatz (Roßwein)

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https://kirchen-zschopau-striegis.de/wp-content/uploads/2025/07/Logo-SK-Z-S-web.png 0 0 Wilhelm Rosinski https://kirchen-zschopau-striegis.de/wp-content/uploads/2025/07/Logo-SK-Z-S-web.png Wilhelm Rosinski2026-05-10 00:43:312026-05-04 00:44:32Impuls für Sonntag, 10. Mai 2026
Impuls für Samstag, 9. Mai 2026
in Impuls des Tages

Losung
Ich will euch retten, dass ihr ein Segen sein sollt.
Sacharja 8,13

Lehrtext
Gott tröstet uns in aller unserer Bedrängnis, damit wir auch trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.
2.Korinther 1, 4

Impuls für den Tag
Neugeborene Kinder sind ganz und gar auf die Zuwendung, Fürsorge und Liebe ihrer Bezugspersonen, idealerweise ihrer Eltern angewiesen. Das ist allgemein bekannt. Dass darüber bereits der Grundstein für eine spätere Gottesbeziehung gelegt wird, vielleicht weniger. Das heißt: Ob und wie ein Mensch in seinem Leben beziehungsfähig wird und ob er ein Vertrauen im Glauben entwickeln kann, hat seinen Ursprung in diesem Urvertrauen.
Für mich bedeutet das: Gottes Fürsorge fängt bereits an, lange bevor ich es überhaupt erahnen kann. Und wahrscheinlich ist es all denen, die Kinder in ihren ersten Lebensjahren begleiten auch nicht unbedingt klar, dass sie hier irgendwie bereits in Gottes Fußstapfen unterwegs sind. Was ist nun aber mit den Kindern, die dieses Glück des behüteten, liebevollen Anfangs nicht haben?
Ich lese es so. Es ist Gottes erklärtes Ziel unseren Lebensweg mitzugehen. Ob wir das nun spüren oder nicht. ER steht bereit, vielleicht wie die Mutter, der Vater, die Erzieherin, der Freund, der Fremde… der oder die da sind, wenn ich sie brauche, hörend, tröstend, helfend. Solche Menschen sind ein Schatz. Hier ist Gott sozusagen „Undercover“ unterwegs. Nicht selten gibt ER sich auch zu erkennen, wird Glaube erlebbar, wird aus Gedanken, Gesprächen, Taten ein Gebet. Und das in jeder Lebensphase. Gott tröstet und segnet, damit auch wir zum Segen werden.

Angelika Schaffrin, Marbach

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Impuls für Freitag, den 8. Mai 2026
in Impuls des Tages

Losung
Der HERR, unser Gott, verlasse uns nicht und ziehe die Hand nicht ab von uns.

Lehrtext
1. Könige 8,57

Jesus sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.
Matthäus 28,18

Impuls für den Tag
„An Gottes Segen ist alles gelegen“ heißt es doch. Und: „Ohne dich können wir nichts tun“.
Ich frage mich, ob ich selbst das genügend beachte. Und ich ertappe mich dabei, wie oft im Tagesverlauf ich denke, allein zurecht kommen zu müssen. Wie oft ich darum kämpfe, die Übersicht zu behalten und den Kopf über Wasser, damit die Wellen von Zeit und Leben nicht über mir zusammenschlagen. Dann fühle ich mich schnell überfordert – es ist oft einfach zu viel!
Kennen Sie das auch?
Wäre es da nicht besser, anstatt noch schnell die nächste Aktion in die verbleibende Zeit hinein zu quetschen, einfach mal still zu halten? Das klingt zunächst verrückt und völlig unzeitgemäß, wo doch die Stunden gut genutzt sein wollen. „Zeit ist schließlich Geld“ heißt es ja auch…
Aber Vertrauen zu haben, braucht erstmal Innehalten. Jesus hat andauernd um das Vertrauen seiner Jüngerinnen und Jünger geradezu gekämpft. „Glaubt mir, laßt mich mal machen, laßt doch die Dinge geschehen, macht euch nicht andauernd Gedanken um das, was morgen vielleicht sein könnte…“ Wenn wir still halten, können wir überhaupt bemerken, ob wir vertrauen. Und das Vertrauen kann und muss geübt werden. Das geht nur im Stillen. Was lesen wir sehr häufig von Jesus in den Evangelien? Dass er sich zurückzog! Kein Macher, kein Selbstdarsteller, kein Aktionist.
Diese Gewalt im Himmel und auf Erden kommt eben aus der Stille. Gott ist ein leiser Gott.
Und so werde ich, wenn mein Tag wieder voll verplant ist, mich erstmal ganz ruhig hinsetzen und hören. Hören, was Gott reden will. Und daran mein Tun ausrichten anstatt an mir selbst.

Friedemann Neef, Roßwein

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Impuls für Donnerstag, 7. Mai 2026
in Impuls des Tages

Losung
HERR, frühe wollest du meine Stimme hören, frühe will ich mich zu dir wenden und aufmerken.
Psalm 5, 4

Lehrtext
Am Morgen, noch vor Tage, stand Jesus auf und ging hinaus. Und er ging an eine einsame Stätte und betete dort.
Markus 1, 35

Impuls für den Tag
Alfred ist schon früh im Garten. Wegen seiner Rosen. Liebevoll versorgt er sie. Als plötzlich eine Katze durch die Büsche schnurrt, merkt er auf.
Ophelia ist zeitig unterwegs. Sie hat ein fernes Ziel, liebt lange Fahrten, aber keinen Stau. Als im Radio die Verkehrsmeldungen tönen, beginnt sie aufzumerken.
Sie merken, das kleine Wort „aufmerken“ hat es mir heute angetan. Denn es verklingt schnell, meint aber viel. Die Psalmbetende nimmt nicht nur wahr und spürt am Morgen nach; sie hat sich auch nicht einfach nur eingeprägt, also gemerkt, was die Worte des Herrn sagen, sondern sie wird aufmerksam – sie richtet ihre Gedanken konzentriert auf den Herrn. Während jedoch die Aufmerksamkeitsindustrie unsere Tage dominiert, werden es die leisen Signale eines liebevollen Gottes schwer haben. Dabei würde dieser Aufmerksamkeit noch mehr Aufmerken folgen: auf all die Wunder am Wegesrand und neben mir, die der Herr wirkt. Darum ist es wohl auch ein „auf“-merken, kein abmerken oder einmerken und schon gar kein anmerken. Es hat mit „oben“, mit „Himmel“ zu tun, der einerseits bereits neben mir beginnt, aber immer noch größer ist, als ich begreife, so dass ich nur aufschauen kann, weil er Aufsehen erregt. Vielleicht wäre das A und O für diese Welt, wie für Alfred und Ophelia, dass Aufmerksamkeit hat, was mir gerade bedeutsam erscheint, aber eben auch der Herr manches Aufmerken erfährt – um aufmerksam zu werden, für das, was Gott liebt – nämlich dich und mich; um zu merken, was aufgeht; und um mindestens mit Aufsehen rechnen zu können.

Sebastian Schirmer, Leipzig

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Impuls für Mittwoch, 6. Mai 2026
in Impuls des Tages

Losung
Sie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten. Ich will sie zu Wasserbächen führen auf ebenem Wege, auf dem sie nicht straucheln; denn ich bin Israels Vater. Jeremia 31,9

Lehrtext
Christus hat in den Tagen seines irdischen Lebens Bitten und Flehen mit lautem Schreien und mit Tränen vor den gebracht, der ihn aus dem Tod erretten konnte; und er ist erhört worden, weil er Gott in Ehren hielt. Hebräer 5,7

Impuls für den Tag
Als während eines Campingurlaubs seine Kinder mit dem Kanu kentern und der Vater sie retten muss, verschwindet seine erst sechsjährige Tochter. Es stellt sich heraus, dass sie von einem bereits bekannten Serienmörder entführt wurde. In einer verlassenen Hütte findet man ihr Kleid, zerfetzt und blutgetränkt. Der Vater Mack kann nicht mehr an einen guten Gott glauben. So wird es einprägsam beschrieben im Buch: „Die Hütte – ein langes Wochenende mit Gott“.
Die Verfilmung des Buches habe ich zuletzt in unserer Gemeinde gezeigt. Die Geschichte geht so weiter, dass
Mack dem lebendigen Gott begegnen kann in Form von drei Personen. Octavia Spencer, also eine Frau, spielt Gott Vater. Das verwirrt Mack zunächst, aber er fragt:
„Du hast grenzenlose Macht. Und trotzdem hast Du meine kleine Tochter sterben lassen.“ Gott antwortet: „Ich habe sie nie allein gelassen.“ – Er: „Wo warst du? Wie kannst Du mir sagen, dass Du mir helfen willst, wenn du ihr nicht geholfen hast und auch nicht deinem Sohn am Kreuz?“ Gott: „Nein, du hast das Geheimnis falsch verstanden. Denke ja nicht, dass das, was mein Sohn aus freiem Willen tat, für uns nicht ein großes Opfer war. Liebe hinterlässt immer Spuren“ – man sieht im Film, dass Gott die verheilten Nägelmale Jesu am Arm trägt. „Wir waren zusammen auch dort am Kreuz. Ich habe ihn nie verlassen, so wie ich auch dich nicht verlassen werde.“ Ja, Gott kann uns trösten, wie einen seine Mutter tröstet. „Sie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten.“

Michael Tetzner, Frohburg

https://www.pfachs.de/tagesimpulse/2026/KW19%2004.05.-10.05.2026/Impuls_2026_05_06.mp3
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