Impuls für Mittwoch, 4.2.2026

Losung
Wessen Zuversicht der HERR ist, der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt, der seine Wurzeln zum Bach hin streckt. Er sorgt sich nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern bringt ohne Aufhören Früchte.
Jeremia 17,7.8

Lehrtext
Jesus spricht: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht.
Johannes 15,5

Impuls für den Tag
Seit Pfingsten 1984 steht sie da – viele Jahre in meiner Wohnung in Erfurt und seit 1990 hier in Roßwein – meine Konfirmationskerze. Und noch immer ist sie sehr schön und noch immer freue ich mich an ihr. Umzüge, Kälte, Wärme, Staub konnten ihr bisher nichts anhaben.
Aus Knetwachs – was damals etwas Besonderes war – ist sie mit einem goldenen Kreuz verziert. Um das Kreuz rankt sich ein Weinstock mit prächtigen blauen Trauben und saftig-grünen Blättern.
In goldenen Lettern steht mein Konfi-Spruch geschrieben: „Wer in mir bleibt, bringt viel Frucht.“ Ich glaube, damals fand ich die Kerze einfach nur wunderschön. Aber zurückblickend ist der Spruch so wahr und wertvoll.

Auch unsere Losung spricht davon, dass es einfach nur gut ist, wenn man wie ein Baum am Wasser gepflanzt ist und die Wurzeln immer wieder das frische lebendige Wasser aufnehmen können.
Ich bin meinen Eltern sehr dankbar, dass sie mich nah am Wasser des Lebens gepflanzt haben.
Amen.

Thomas Meyer, Roßwein

Impuls für Dienstag, 3.2.2026

Losung
Die Israeliten schrien zu dem HERRN und sprachen: Wir haben an dir gesündigt, denn wir haben unsern Gott verlassen.
Richter 10,10

Lehrtext
Johannes der Täufer sprach: Kehrt um! Denn nahe gekommen ist das Himmelreich.
Matthäus 3,2

Impuls für den Tag
Das liebe ich überhaupt nicht: Wenn ich schon einige Kilometer mit voll gepacktem Auto unterwegs bin in den Urlaub und auf der Autobahnauffahrt fällt mir ein, dass ich etwas Wichtiges oder dringend Notwendiges vergessen habe. Welche Mühe, die nächste Ausfahrt zu nehmen und den gleichen Weg zurück zu fahren und nochmal von zuhause loszufahren!
Die Bibel lädt uns wie mit der Losung heute immer wieder ein, unser mit Schuld voll gepacktes Leben neu zu denken. Das meint Johannes mit den zwei Wörtchen „Kehret um!“ Was tragen wir doch oft für Lasten mit uns herum: Kaputte Beziehungen, die Verfehlungen, die das Leben anderer zerstört haben, die Taten, die andere geschmerzt haben und das Vergessen von Gottes Wort.
Und doch lädt Gott immer wieder ein, das zu tun, was Überwindung kostet: Die Fahrt des Lebens nicht einfach weiter zu fahren, sondern umzudrehen. Das ist mühsam, aber notwendig. Ich tue es ungern, aber ich habe die Chance, dann das richtige Gepäck für mein Leben dabei zu haben. Fahren Sie nicht immer nur weiter, sondern überlegen Sie, wo sich Umkehr lohnt in Ihrem Leben.

Michael Karwounopoulos, Bad Urach

Impuls für Montag, 2.2.2026

Losung
Die Israeliten schrien zu dem HERRN, und der HERR erweckte ihnen einen Retter, der sie errettete.
Richter 3,9

Lehrtext
Werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat.
Hebräer 10,35

Impuls für den Tag
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.
Diese oft salopp vor sich hingesagte Phrase spiegelt sich wieder im Reden und Handeln zahlreicher Menschen. Der Status des Vertrauens war schon mal besser. Immer weniger Menschen vertrauen den Medien, der Demokratie, der Wissenschaft und darauf, dass es einen Gott gibt. Wir sind oft skeptisch, prüfen lieber einmal mehr und sind geizig in Bezug auf Vertrauensvorschüsse.
Oft ist das richtig und gut. Letztes Jahr stand unter der Losung „Prüfet alles und behaltet das Gute“. Wir sollen nicht einfach alles hinnehmen, was uns angeboten wird. Die kritische Stimme in uns soll nicht verstummen.
Aber ich glaube, sie sollte sich manchmal auch bewusst zurücknehmen. Wo kein Vertrauen ist, kann auch keine Beziehung entstehen. Wenn ich Menschen immer nur das Schlechteste unterstelle, werde ich am Ende einsam.
Ich hoffe auf einen Gott, der all das Zebrochene jener heilt, deren Vertrauen missbraucht wurde.
Ich hoffe auf einen Gott, der uns Menschen immer wieder sein unverdientes Vertrauen schenkt.
Ich hoffe, dass der Lohn unseres Vertrauens in wertvollen und tragfähigen Beziehungen liegt und dass jede und jeder ihn erhalten darf.

von Christian Creutz aus Rostock

Impuls für Sonntag, 1. Februar 2026

Losung
Eure Liebe ist wie der Tau, der frühmorgens vergeht!

Lehrtext
Hosea 6,4.

Impuls für den Tag
Das ist eine Unterstellung- möchte man rufen!
Liebe ist doch beständig, oder? Leider erleben wir in unserem Umfeld oft, dass Liebe nicht ausreicht, um ein Leben lang zu bleiben -laut Statistik liegt die Scheidungsrate derzeit bei 35 Prozent und eine Ehe hält im Durchschnitt nur 15 Jahre!
Gemeint ist in der Losung jedoch in erster Linie die Liebe zu Gott, ohne dessen Liebe wir gar nicht leben könnten und die uns einhüllt- Gott sei Dank!
Gott wünscht sich unsere uneingeschränkte Liebe, wie in einer Geschichte. Ein sehr vermögendes Ehepaar hatte nur einen Sohn. Als Sohn und Frau starben, war der Vater untröstlich! Nachdem auch der Vater gestorben war, suchten alle nach einem Testament. Nichts! Die Verwandtschaft wollte den Besitz unter sich aufteilen. Als das Hausmädchen kam, dass den Mann sehr geliebt hatte, wollte sie nichts von dem Besitz und nahm sich nur eine Fotografie mit dem Bild des Vaters mit. Beim Aufhängen zu Hause wollte, fiel ein kleiner Zettel heraus auf dem stand: Wer immer den Wunsch hat, dieses Bild zu besitzen, soll mein Erbe sein!

Claudia Tetzner, Frohburg

Impuls für Samstag, 31. Januar 2026

Losung
HERR, du lässest mich fröhlich singen von deinen Werken, und ich rühme die Taten deiner Hände.
Psalm 92,5

Lehrtext
Der Gelähmte sprang auf, konnte stehen und gehen und ging mit ihnen in den Tempel, lief und sprang umher und lobte Gott.
Apostelgeschichte 3,8

Impuls für den Tag
Ein Bild entsteht vor meinen inneren Augen: Der Gelähmte springt umher und lobt Gott. Welche eine Freude bricht sich hier Bahn!
Dieser Mann war schon von Geburt an gelähmt. Sicherlich hat niemand mit einer Besserung oder gar Heilung gerechnet, aussichtslos. So musste er für seinen Lebensunterhalt betteln. Die Apostel Petrus und Johannes kommen vorbei, um in den Tempel zu gehen. Der Gelähmte bettelt auch sie an. Doch Petrus sucht den Blickkontakt und sagt: „Schau mich an!“ Erstaunt schaut der Gelähmte auf und blickt Petrus ins Gesicht. Nun sagt Petrus einen wichtigen Satz: „Silber und Gold habe ich nicht, aber was ich habe, das gebe ich dir!“ – Ob wir heute vor allem ‚Silber und Gold‘ haben und weniger das andere, was Petrus zu geben hat? – Petrus nimmt nun den Gelähmten bei der Hand und zieht ihn hoch mit den Worten: „Im Namen des Jesus von Nazareth, steh auf und geh umher!“ Und dann kommt Kraft in die Beine des Gelähmten, er springt hoch und geht umher. Es ist die Kraft Jesu, der Heilige Geist, der wirkt und heilt! Wir brauchen sie!

Renate Henke, Meißen

Impuls für Freitag, 30. Januar 2026

Losung
Der HERR sprach zu seinem Volk: Siehe, ich will euch Getreide, Wein und Öl die Fülle schicken, dass ihr genug daran haben sollt.
Joel 2,19

Lehrtext
Jesus nahm die fünf Brote und zwei Fische und sah auf zum Himmel, dankte und brach die Brote und gab sie den Jüngern, dass sie sie ihnen austeilten, und die zwei Fische teilte er unter sie alle. Und sie aßen alle und wurden satt.
Markus 6,41-42

Impuls für den Tag
Der Tischgebetskanon „Was wir brauchen gibt uns Gott, Fröhlichkeit und Täglich Brot“ ist ziemlich bekannt, ich finde diesen einfach schön. Seine beschwingte Art Gott für das Essen zu Danken, gibt der Mahlzeit einen fröhlichen dankbaren Rahmen. Das Wunder des Sattwerdens wird in der Bibel oft beschrieben. Der Dank geht meistens mit diesem einher. Jesus hat in unserem Lehrtext eine geringe Menge Essen für eine große Menschenmenge und nach dem Dank gelingt es: Es werden alle satt.
Heute in Zeiten des Überflusses haben wir mehr als wir brauchen. Ich wünsche mir keine Mangelwirt- schaft zurück, jedoch einen sorgsamen Umgang mit dem, was uns gegeben wird.
Wenn ich kurz vor Ladenschluss noch ein Brot beim Bäcker bekomme, dann habe ich bekommen, was ich brauche. Wenn der Laden zu diesem Zeitpunkt nicht mehr komplett gefüllt ist, bin ich dankbar, ich schätze das Bekommene mehr, auch weiß ich, dass so weniger weggeworfen wird. Auch im Lehrtext wird nichts weggeworfen, sondern es wird einge- sammelt. Lassen sie uns behutsam und dankbar mit der Fülle umgehen, die uns Gott gibt.
Amen

Martin Gotthelf Creutz, Döbeln

Impuls für Donnerstag 29. Januar 2026

Losung
HERR, mein Gott! Wie oft hast du Wunder geschehen lassen, wie zahlreich sind deine Pläne, die du mit uns hast! Keiner ist wie du! Wollte ich alles erzählen, was du getan hast – ich könnte es gar nicht – dazu ist es viel zu viel!
Psalm 40,6 (NGÜ)

Lehrtext
Da stand der Mann auf, nahm seine Matte und ging vor den Augen der ganzen Menge hinaus. Alle waren außer sich vor Staunen; sie priesen Gott und sagten: »So etwas haben wir noch nie erlebt.«
Markus 2,12 (NGÜ)

Impuls für den Tag
Die Bibelworte des heutigen Tages berichten von Menschen, die Außergewöhnliches erlebt haben und darüber ins Staunen geraten. Schaue ich genauer hin, so lese ich, dass diese Menschen durch eine große Not gegangen sind. David, dem Psalmdichter, geht es gerade richtig dreckig. Er erinnert sich an die großen Wunder, die Gott bereits in seinem Leben getan hat und vertraut darauf, dass ER ihn auch aus dieser Situation retten wird. Das macht ihm Mut und lässt ihn nicht verzweifeln. Er sucht aktiv nach Gottes Nähe und lobt ihn inmitten von Angst und Dunkelheit. Der Mann, von dem Markus berichtet, war gelähmt und wurde von seinen Freunden zu Jesus gebracht, der ihn heilt. Hier ist es eher ein passives Geschehen-lassen.

Wie geht es Ihnen, wenn Sie Wunder-Geschichten hören? Wie oft habe ich schon um ein Wunder gebetet, und doch hat es sich nicht ereignet – kennen Sie das auch? Doch Gott ist unverfügbar, seine Pläne mit uns sind uns manchmal unverständlich und doch voller Liebe. Gut, wenn wir rückblickend dennoch dankbar staunen und Gott loben können und von Seinen Wundern weitererzählen.

Almut Bieber, Arnsdorf

Impuls für Mittwoch, 28. Januar 2026

Losung
Verlass mich nicht, HERR, mein Gott, sei nicht ferne von mir!
Psalm 38,22

Lehrtext
Jaïrus bat Jesus sehr und sprach: Meine Tochter liegt in den letzten Zügen; komm und lege ihr die Hände auf, dass sie gesund werde und lebe.
Markus 5,23

Impuls für den Tag
Jaïrus und seine Familie waren im Ausnahmezustand. Die Tochter lag im Sterben. Zu sehen wie das Leben des eigenen Kindes zu Ende geht, das gehört wohl zu dem Schlimmsten, was man durchmachen kann. Ich kenne einige Menschen, die Ähnliches erlebt haben, teils durch meine Arbeit als Pfarrer, teils bei Freunden und Bekannten oder in der Familie. Als Pfarrer, Freund oder Onkel steht man in so einer Situation betroffen daneben und kann wohl nur entfernt erahnen, was die Eltern gerade durchmachen. Und das gilt wohl umso mehr, wenn man keine wunderbare Rettung erlebt, wie es bei der Tochter des Jaïrus der Fall war. Und trotzdem war in diesen schlimmen Erlebnissen der Ruf nach Gott spürbar. Das wurde daran deutlich, dass zum Beispiel in dem Raum, wo das Kind aufgebahrt lag, im Hintergrund christliche Trostlieder aus unserem Gesangbuch zu hören waren. Und es wurde daran deutlich, dass in der Trauerfeier in der Kirche bei Gott Trost gesucht und gefunden wurde. Das nehme ich mit: Die Bitte um Gottes Nähe und Beistand ist nicht sinnlos. Er hält, trotz aller Fragen. Amen.

Jörg Matthies, Marbach

Impuls für Dienstag, 27. Januar 2026

Losung
Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR.
Jesaja 55,8

Lehrtext
Wohlan, die ihr sagt: Heute oder morgen werden wir in die und die Stadt aufbrechen, ein Jahr dort verbringen, gute Geschäfte machen und Gewinne erzielen! Ihr solltet sagen: Wenn der Herr es will, werden wir leben und dies oder jenes tun.
Jakobus 4,13.15

Impuls für den Tag
Als seine Familie Jesus nach Hause holen wollte (Mt 12,46-50), folgte er nicht, denn sein Weg war ein anderer. Ich weiß nicht, ob Sie Kinder haben. Wenn doch, haben sie als Eltern sich einen Weg für ihr Kind ausgemalt? Weil es gut malen konnte, wird es mal Designer. Oder einen berühmten Musiker?
Und doch wird es anders. Das Kind entscheidet sich seine Schullaufbahn abzubrechen, eine Ausbildung zu machen, die sich Eltern gar nicht vorstellen können. Es will ein Jahr im Ausland verbringen, soweit weg! Und wir haben dann keine Kontrolle mehr.
Welche Vorstellungen haben uns voreingenommen, weil wir keine Veränderungen zulassen möchten? Weil wir Angst haben?
Die Texte heute halten uns einen Spiegel vorm Gesicht und fordern uns auf, zurückzuschauen, ob unsere Wege alle so planbar waren, wie wir es gerngehabt hätten. Ich bewundere die Jünger, die so einfach losgegangen sind, ohne zu wissen, ob sie die nächsten Wochen heildurchkommen. Positiv denken, heißt meine Devise. Ich wünsche mir für den weg, der vor mir liegt, vertrauensvoll sagen zu können: „Ich lege mein Leben in deine Hände, Gott“ (Psalm 31)

Sophie Heinzelmann, Hainichen

Impuls für Sonntag, 25. Januar 2026

Losung
Ich habe die Erde gemacht und Menschen und Tiere, die auf Erden sind, durch meine große Kraft und meinen ausgereckten Arm und gebe sie, wem ich will.
Jeremia 27,5

Lehrtext
Gottes unsichtbares Wesen – das ist seine ewige Kraft und Gottheit – wird seit der Schöpfung der Welt, wenn man es mit Vernunft wahrnimmt, an seinen Werken ersehen.
Römer 1,20

Impuls für den Tag
Als ich die Texte für diesen Sonntag las, musste ich sofort an den Kleinen Prinzen denken. Er sagt uns diesen einen Satz, der eigentlich alles zusammenfasst: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“
Genau das empfinde ich auch, wenn ich Paulus im Römerbrief lese. Er schreibt, dass Gottes unsichtbares Wesen an seinen Werken „ersehen“ werden kann. Für mich bedeutet das: Das Herz und die Seele werden zu unseren eigentlichen Augen und Ohren. Wir brauchen diesen Blick, um hinter die Fassade der Welt zu schauen. Ich erlebe dieses „Sehen mit dem Herzen“ immer wieder auf ganz besondere Weise in der Musik. Wenn ich im Chor stehe und wir gemeinsam singen, bin ich oft völlig überwältigt von dem, was die Schöpfung da hervorgebracht hat. Dieses Wunder der menschlichen Stimme, die sich mit anderen zu einer Harmonie verbindet – das ist für mich ein direkter Beweis für Gottes Kraft. Für mich ist dieser Sonntag deshalb eine Einladung. Ich will mich an der Schöpfung freuen, ich will singen und mit dem Herzen wahrnehmen, dass wir in Gottes „ausgerecktem Arm“ geborgen sind. Amen.

Christiane Ranft, Neugepülzig